Wert und Wertethik

Wertethik ist zunächst ein allgemeiner Überbegriff für ethische Reflexion über Werte. Der Begriff der Wertethik bezeichnet allerdings auch eine philosophische Tradition, die Werte ins Zentrum der Ethik stellt. Wertethik ist zudem eng mit der Wertlehre, der Axiologie (gr. ἀξία axia "Wert"), verbunden. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde der Wertbegriff zu einem zentralen Konzept ethischer Reflexion und findet bis heute keine einheitliche Verwendung. In der evangelischen Theologie ist Wertethik sehr umstritten.

 

Basisinformationen

Der Wertbegriff findet heute in der Umgangssprache, der Politik, aber auch in der Philosophie und Theologie einen vielseitigen und uneinheitlichen Gebrauch. Was genau die Rede von Werten meint, ist klärungsbedürftig. In einer ersten Annäherung können Werte als bewusste oder unbewusste Leitvorstellungen und Orientierungsmuster des Handelns von Individuen oder Gruppen bestimmt werden (vgl. Horn 2008: 344).


Für die ethische Reflexion ist es sinnvoll, Werte von Normen (vgl. Dabrock 2015: 228) einerseits und von Wünschen (vgl. Joas 2010: 15) andererseits abzugrenzen. Normen lassen sich als strikte Ge- oder Verbote verstehen, die ein Sollen und damit Regeln ausdrücken, die moralische Grenzen des Handlungsspielraums angeben, wie z.B. ein Tötungsverbot. Hinsichtlich von Normen können Handlungen als (moralisch) richtig oder falsch beurteilt werden. Werte hingegen sind stärker auf ein Wollen und Handlungsziele bezogen, wie z.B. Freiheit, Wohlstand und Sicherheit. Im Unterschied zu Normen lassen Werte einen Gradunterschied der Verbindlichkeit zu. Von Wechselwirkungen und Ableitungen zwischen Normen und Werten ist trotz der Unterscheidung auszugehen. So gibt es freilich einen engen Zusammenhang zwischen dem Wert der Menschenwürde und Tötungsverboten. In der Abgrenzung gegenüber pflichtenethischen Normen zeigen sich große Überschneidungen von Wert- und Güterethik. Beide Ethiktypen entstammen jedoch unterschiedlichen Traditionslinien und haben daher ein im Detail variierendes Profil.


Werte in einen Zusammenhang mit dem Wollen zu stellen, bedeutet nicht, sie mit Wünschen gleichzusetzen. Werte sind eher ein Mittel, um Wünsche zu beurteilen, also Vorstellungen über das Wünschenswerte. Sozialwissenschaftlich werden Werte überdies als emotional verfasste Bindungen an Leitvorstellungen bestimmt, die eine starke Motivation aus sich heraussetzen (vgl. Joas 2010: 15).

Die Bestimmung des Wertbegriffs fällt im Einzelnen sehr unterschiedlich aus. Unklar ist insbesondere, ob es Werte in Wirklichkeit gibt oder sie nur im Bewusstsein auftreten (real/ideal), ob es Werte nur abhängig oder unabhängig von einem werterfassenden Bewusstsein gibt (subjektiv/objektiv) und ob Werte gedanklich erfasst werden können oder auf ein Wertfühlen zurückgehen (intellektuelles oder intuitives Erfassen; vgl. Schnädelbach 2013: 204). Es stehen Versuche, ewige Werte zu bestimmen, Wahrnehmungen eines kontinuierlichen Wertewandels gegenüber.

Ob Werten ein hoher Stellenwert in der ethischen Reflexion beigemessen werden soll, ist sehr umstritten. Kritische Stimmen verweisen auf den ökonomischen Ursprung des Wertbegriffs und beklagen Marktstrukturen in der Ethik (T. W. Adorno), es wird der Wertethik Starrheit und Lernunfähigkeit attestiert (N. Luhmann) oder es wird die nur subjektive Geltung und die Beliebigkeit der Werte angegriffen. Einen Höhepunkt hat die Kritik in C. Schmitts Diktum von der „Tyrannei der Werte“ gefunden. Werte sind demnach vollkommen ungeeignet dazu, gemeinsame Orientierung zu stiften, weil sie aufgrund ihrer bloß subjektiven Geltung Dauerkonflikte heraufbeschwören. Für eine starke Ausrichtung der Ethik am Wertbegriff wird dagegen angeführt, dass der Wertbegriff ein Korrektiv gegenüber dem Rigorismus der Pflichtenethik darstelle (M. Scheler), dass über den Wertbegriff tatsächlich gelebte Sittlichkeit mitsamt zugrundeliegender Bindungen und Motivationen in den Blick genommen werden kann (H. Joas) und die Werteorientierung die Verwobenheit von Moral, Geschichte, Kultur, Individuum und Gesellschaft in besonderer Weise zu beachten erlaubt.

Der Blick auf die Geschichte der Wertethik und des Wertbegriffs (a.) ist von herausgehobener Bedeutung, denn erst in Bezug darauf lassen sich die verschiedenen Gehalte des Wertbegriffs auseinanderlegen und zugleich auch die umstrittene Stellung des Wertbegriffs in der heutigen Ethik nachvollziehen. Eine heutige wertethische Reflexion kommt nicht umhin, sozialwissenschaftliche Beschreibungen des Wertewandels (b.) einzubeziehen. In der evangelischen Theologie hat der Wertbegriff eine besonders umstrittene Stellung inne (c.).
 

a. Geschichte des Wertbegriffs und der Wertethik

Bereits I. Kants "Grundlegung der Metaphysik der Sitten" verbindet ihre pflichtenethische Moralphilosophie mit ökonomischem Wertvokabular. So unterscheidet Kant zwischen "Preis" als nur relativem und "Würde" als unbedingtem Wert. Der Wertbegriff ist dabei teleologisch gefasst: Unbedingter Wert kann nur Selbstzweckhaftem zukommen. Dazu zählen Handlungen, die aus Pflicht und nicht bloß aus Neigung erfolgen, und der autonome Mensch, welcher jederzeit als ein Selbstzweck betrachtet werden soll. "Also ist Sittlichkeit und die Menschheit, sofern sie derselben fähig ist, dasjenige, was allein Würde hat." (GMS, AA 04,435)


Zu einem philosophischen Grundbegriff wurde der Wertbegriff erst durch R. H. Lotze, der ihn in den 1840er Jahren aus der Nationalökonomie übernahm. Bei Lotze standen nicht ethische Überlegungen im Vordergrund, sondern die Wahrnehmung zunehmender Diskrepanzen zwischen Tatsachen und den Überzeugungen über das Wahre, Gute und Schöne. Gleichgültigkeit und Sinnlosigkeit der Wirklichkeit sollen durch den Wertbegriff abgewehrt werden. Die Wertphilosophie Lotzes entspringt also nicht dem Gegensatz von Sein und Sollen, sondern dem drohenden Auseinanderfallen von Sein und Sinn (vgl. Schnädelbach 2013: 216). Die Objektivität von Werten wird verteidigt, indem ihnen eine eigene Seinsweise zugeschrieben wird: Werte existieren nicht, sie gelten.


Der Neukantianer F. A. Lange hat die Welt der Werte als eine vom Menschen geschaffene Idealwelt gefasst, die sich der Mensch selbst dichtet zur Befriedigung von gattungsbedingten ethischen, ästhetischen und religiösen Bedürfnissen und die scharf von einem wissenschaftlichen Standpunkt unterschieden werden muss.


F. Nietzsche verhilft mit seiner Rede von der "Umwertung aller Werte" dem Wertbegriff erst zu seiner Hochkonjunktur im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Nietzsche diagnostiziert einen grundlegenden Nihilismus: Der Welt selbst könne keine Wahrheit, kein Zweck und kein Sinn zugeschrieben werden. "Nichts ist wahr, alles ist erlaubt" (Nietzsche 1887: 167). Alle vermeintlichen Werte seien letztlich Konstruktionen, die sich auf den menschlichen Willen zur Macht zurückführen lassen. Daher müsse die christliche Sklavenmoral und ihre Hinwendung zu den Schwachen durchbrochen werden. Die Einsicht in den Nihilismus sei eine Erleichterung, da Werte nun frei von Vorgaben selbst geschaffen werden können. Die Entstehung der Wertethik kann auch als kritische Antwort auf Nietzsche interpretiert werden.


Der südwestdeutsche Neukantianismus (W. Windelband, H. Rickert) bestimmt Philosophie insgesamt als kritische Wertwissenschaft. Wertungen treten nicht bloß in der Ethik, sondern ebenso in der Logik und Ästhetik auf. So wurden auch praktisch-wertende Aspekte theoretischen Urteilens betont. Der Philosophie ist es um die Wertung der Wertungen anhand der absoluten Werte, dem Wahren, dem Guten und dem Schönen, zu tun. Diese drei Werte gelten a priori und sind jeglicher Beliebigkeit und Emotionalität entzogen. Psychologische Konnotationen des Wertbegriffs (Lust/Unlust) werden zurückgewiesen. Erst H. Rickert hat die Unterscheidung von Geltung und Existenz von Lotze konsequent durchgeführt. Durch den Begriff der Geltung soll die Objektivität der Werte Ausdruck finden, ohne ihnen gleichsam platonischer Ideen eigene Existenz zuschreiben zu müssen. Diese Unterscheidung ist Ausdruck der Überzeugung nahezu aller wertethischer Entwürfe, dass Werte ein eigenes Gebiet neben naturwissenschaftlichen Tatsachen markieren. Die zentrale Stellung des Wertbegriffs stellt daher auch eine Reaktion auf das Erstarken des Positivismus im späten 19. Jahrhundert dar.


M. Weber war Schüler Rickerts und teilt weite Teile seiner Werttheorie, tritt aber in entscheidender Hinsicht in einen Gegensatz. Nach Weber bleibt notgedrungen eine antagonistische Vielfalt der Werte bestehen. An die Stelle der absoluten Geltung der Werte tritt ein Dezisionismus. Eine rationale Entscheidung zwischen Werten ist ausgeschlossen. Sie sind Gegenstand menschlicher Intuition und Weltanschauung und müssen politisch ausgehandelt werden. Ausgehend von dieser Diagnose fordert Weber die Wertfreiheit der Wissenschaften gegenüber der Forderung G. Schmollers, sittliche Werturteile sollen mit der Autorität der Wissenschaften gefällt werden. Freilich sind Werte ein wichtiger Gegenstand insbesondere der Sozialwissenschaften, weil sie faktisch soziale Strukturen und menschliches Handeln prägen, aber zu diesen Werten soll sich die Wissenschaft stets deskriptiv verhalten und sich eigener Werturteile enthalten.


E. Troeltsch hat vor allem die historische Relativität aller Werte betont und von dieser Warte aus die Annahme ewig gültiger Werte in Frage gestellt. Sein und Sollen müssen unterschieden werden, liegen in Wirklichkeit jedoch nur in dem Amalgam des historischen Lebens ungetrennt vor. Eine angemessene Beurteilung der Geschichte muss ihren Maßstab selbst aus der Geschichte heraus gewinnen, kann dies aber auch, da Geschichte kein wertfreies Geschehen ist, an das erst gleichsam von außen eine Wertung herangetragen werden müsste.


Im 19. Jahrhundert entstanden verschiedene Ansätze der Wertpsychologie, die das psychologische Werten des Menschen analysierten. Dabei stehen Theorien, die das Werten des Menschen auf Gefühl zurückführen (A. Meinong, W. Wundt u.a.), Fassungen des Wertens als Wollen (H. Schwarz, R. Eisler u.a.) gegenüber.


Eine Gegenbewegung zu Formen des Wertrelativismus stellt die Wertphänomenologie dar. Wie im Neukantianismus wird hier ein Wertapriorismus vertreten. Dafür werden eigene Bewusstseinsakte des Wertbezugs herausgestellt, welche gegebene Werte durch ein Erleben unmittelbarer Evidenz entdecken. Bereits E. Husserl hat eine phänomenologische Ethik als formale Axiologie konzipiert. Anhaltende Bedeutung hat jedoch erst M. Schelers Wertethik gewonnen, die oft als Inbegriff der Wertethik gehandelt wird. Auf der Basis von Husserls Phänomenologie und in Abgrenzung von dem Formalismus der kantischen Ethik wollte Scheler Wertethik als neue Form der Ethik etablieren. Werte als phänomenologisches Urphänomen kommen nach Scheler Gegenständen unabhängig von menschlichem Bewusstsein dieser Werte zu. Da Werte unabhängig von realisierten Gütern bestehen, muss Schelers Wertethik scharf von güterethischen Ansätzen abgegrenzt werden. Der menschliche Zugang zu Werten ist vom Wahrnehmen und Denken zu unterscheiden: Er ist ein Wertfühlen mit unmittelbarer Evidenz. Subjektive, historische oder kulturelle Relativität von Werten sind nicht auf die Struktur der objektiven Werte zurückzuführen, sondern auf unzureichende menschliche Erfassung der gegebenen ewigen Werte. N. Hartmann hat Schelers Programm systematisch im Rahmen einer umfassenden Ontologie durchgeführt und dabei versucht Werterkenntnis als echte Seinserkenntnis auszuweisen.


M. Heidegger hat fundamentale Kritik an der Wertephilosophie geübt. Seiner Meinung nach stelle die Wertephilosophie insgesamt eine Subjektivierung des Seins dar, die den nietzscheanischen Nihilismus erst hervorgebracht habe. Anstatt das Sein selbst zur Geltung zur bringen, werde menschlichen Anheftungen die Dignität des Seins zugeschrieben. T. W. Adorno erblickt in dem Wertbegriff das Urphänomen der Verdinglichung. Dadurch werde das Verhältnis von Menschen nach dem Vorbild des Tauschwerts von Waren modelliert. Hier wird die ökonomische Herkunft des Wertbegriffs gegen ihn gewendet.


Im Pragmatismus (W. James, J. Dewey, G. H. Mead) wird der Subjektivitäts-Objektivitäts-Gegensatz der Werte überwunden, indem Werte auf soziale Interaktionen zurückgeführt werden. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Betonung der Bedeutung sozialer Interaktionen für die menschlicher Weltwahrnehmung und -gestaltung werden Kontinuitäten zwischen Sein und Sollen herausgestellt. Insbesondere J. Dewey vertritt einen Naturalismus der Werte: Sie haben einen Grund in den Bedürfnissen von Organismen. Die daraus erwachsenden Wünsche (desire) sind jedoch beeinflussbar. Einerseits gibt es für Dewey ein unmittelbares Wertempfinden. Andererseits ist dieses Wertempfinden kritisierbar und es kann und soll ausgehandelt werden, ob etwas auch wünschenswert (desirable) ist (Joas 2013, 169). Die Wertbestimmungen stehen in einem anhaltenden Wechselverhältnis mit dem natürlichen und sozialen Umfeld und sind damit immer auch wandelbar. R. Rorty spitzt den Pragmatismus heute dahingehend zu, dass er jegliche epistemologische Differenz zwischen Sollen und Sein, jede metaphysische Differenz zwischen Werten und Tatsachen und jede methodische Differenz zwischen Moral und Naturwissenschaft leugnet (vgl. Rorty 1982: 163).


Die analytische Philosophie hat sich dem Wertbegriff vor allem durch die Frage nach dem Sinn wertender Sätze genähert. G. E. Moore hat den in Bezug auf Werte auftretenden "naturalistischen Fehlschluss" kritisiert. Wertende (präskriptive) Aussagen, wie z.B. "x ist gut", lassen sich demnach nicht aus deskriptiven Aussagen über einen Gegenstand herleiten. Für etwas Gutes lassen sich zwar unter Umständen manche notwendigen deskriptiven Bedingungen angeben, aber sie sind nicht hinreichend, um etwas für gut zu befinden. Schlüsse auf Wertungen müssen demnach immer schon eine Wertung als Prämisse enthalten.


Manche Ansätze erachten die Frage nach Werten als eine vergebliche Mühe: L. Wittgenstein hält die Rede von absoluten Werten schlicht für sinnlos. Natürlich lassen sich relative Werte in Bezug auf einen vorgegebenen Maßstab formulieren, aber ohne einen solchen vorher gesetzten Standard ist die Rede vom Guten und damit das Projekt der Ethik unverständlich. Ethik ist nach Wittgenstein ein hochachtungswürdiger, aber zum Scheitern verurteilter Versuch des Menschen, gegen die Grenzen seiner Sprache anzurennen (Wittgenstein 1930: 19). R. Carnap hält Werturteile für Scheinsätze, da für sie keine Verifikationsmöglichkeit bestehe. Werte seien demnach lediglich verschleierte Befehle. J. L. Mackie vertritt in seiner sog. Irrtumstheorie, dass der gesamte Diskurs über Werte einem fundamentalen Irrtum aufruhe, nämlich der Annahme, dass es so etwas wie Werte überhaupt gibt.


Ein wichtiger Gegensatz der analytisch geprägten Werttheorie besteht zwischen Kognitivismus und Nonkognitivismus. Nonkognitivisten bestreiten, dass Werturteilen ein Wahrheitswert zugeschrieben werden kann. Dazu zählen sowohl der Emotivismus, der wie A. J. Ayer Werturteile als Gefühlsexpressionen fasst, als auch der Präskriptivismus, der z.B. wie R. M. Hare Werturteile als einen Modus des Empfehlens bestimmt. Dabei verbinden sich präskriptive und deskriptive Momente: Werturteile drücken einen universellen Handlungsentscheidungsstandard aus, der einerseits auf Konsistenz hin überprüft werden kann, der andererseits in seiner Grundstellungnahme sich einer absoluten Begründung entzieht. Wertkognitivismus schreibt Werteigenschaften hingegen einen Wahrheitswert zu. Umstritten ist dabei, ob der Wahrheitswert auf natürliche Eigenschaften (Wertnaturalismus), auf Eigenschaften eigener Art (Wertrealismus) oder auf das menschliche Bewusstsein (Wertsubjektivismus) zurückgeführt wird.


Charles Taylor hat vor allem die Unterscheidung von starken und schwachen Wertungen in die Wertethik eingebracht. Während schwache Wertungen vor allem aus dem je eigenen Wünschen hervorgehen, beziehen sich starke Wertungen auf die Wünsche selbst. Sind die eigenen Wünsche umsichtig, edel, gemein usw.? Gerade die eigenen starken Wertungen verbindet Taylor mit einem Konzept der personalen Identität. Personsein bestimmt sich nach Taylor demnach nicht durch die faktischen vorliegenden Wünsche, sondern durch die Beurteilung der Erwünschtheit dieser Wünsche. Durch die Artikulation der eigenen starken Wünsche werden diese zugleich gestaltet, stehen aber auch in einem Wechselverhältnis zwischen Kultur, Gesellschaft und Sprache.
 

b. Empirische Sozialforschung und der Wertewandel

Die empirischen Sozialwissenschaften nehmen Wertbindung anhand messbarer Indikatoren in den Blick. Dabei ist die Wahrnehmung eines starken Wertewandels westlicher Gesellschaften bestimmend geworden (vgl. Kreß 2016: 1691f.) So lassen sich in Deutschland seit den 1960er Jahren ein deutlicher Rückgang der Bindung an Werte wie Gehorsam und Unterordnung und eine starke Zunahme der Bindung an die Werte Selbstständigkeit und Freiheit beobachten (Thome 2010: 412). Der Politologe R. Inglehardt spricht von einer Präferenzverschiebung von materialistischen Werten, die das Überleben garantieren, zu postmaterialistischen Werten, die das Wohlbefinden steigern (Thome 2010: 391f.).


Der Wertewandel zeigt sich jedoch in weiteren Dimensionen: Einerseits indiziert die semantische Verschiebung von Wertkonzepten wie z.B. Freiheit empirisch schwer greifbare Wertentwicklungen. Welchen Wert Menschen heute und vor 100 Jahren mit dem Freiheitsbegriff verbinden hat sich gewandelt. Andererseits werden Entwicklungen in der Wertbindung als solcher beobachtet. Kulturelle und traditionelle Wertbindung lockern sich und die Erfahrung einer zunehmenden Wählbarkeit von Werten verbreitet sich. Dies führt zu heterogeneren Wertbindungen innerhalb einer Gesellschaft. So lässt sich von einem Pluralismus der Werte sprechen. Eine weitere Dimension des Wertewandels ergibt sich aus dem technologischen Fortschritt. Insbesondere die Fortschritte der Medizin transformieren ehemalige Gegebenheiten des Lebens in gestaltbare Aspekte der Lebensführung. Neue Möglichkeiten in der Reproduktionsmedizin oder effektivere Maßnahmen der Lebenserhaltung eröffnen neue Wertfragen und potenzielle Wertkonflikte bspw. am Lebensanfang und -ende.


Der Wertewandel ist immer wieder Gegenstand von allgemeinen Verfallshypothesen geworden. Eine einseitige Diskreditierung der modernen Heterogenität der Wertorientierung als Werteverfall geht fehl. Der Lockerung der Bindung an traditionelle Wertvorstellungen stehen zunehmende Wertsensibilisierungen z.B. im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit oder Nachhaltigkeit gegenüber. Die zunehmende Einsicht in einen Wertepluralismus wirft verstärkt die Frage nach allgemeinen Grundwerten auf, die der Pluralität zugrunde liegen sollen und sie erst ermöglichen. Menschenrechte und Menschenwürde können als solche Grundbedingungen freier Wertorientierung artikuliert werden.
 

c. Wertethik in der evangelischen Theologie

Der Wertbegriff und die Tradition der Wertethik haben in der evangelischen Theologie überwiegend kritische Resonanz gefunden. Demgegenüber steht einerseits die verbreitete Rede von christlichen Werten in umgangssprachlichen und politischen Kontexten sowie andererseits die breite Rezeption des Wertbegriffs und der Wertethik in der katholischen Theologie. Die katholische Morallehre zeigt Ansätze der spekulativ-ontologischen Interpretation der Wertethik, die Werte als ewige unwandelbare in Gott gründende Vorgaben der menschlichen Lebensführung fasst, an denen sich eine lehramtlich vermittelte Naturrechtskonzeption anschließen lässt. Andere katholische Ansätze betonen hingegen die Vernunft- und Erfahrungsdimension sittlicher Werte und gehen von einer Wandelbarkeit der Werte aus (vgl. Kreß 1990: 15).


Die verbreitete evangelisch-theologische Zurückhaltung und Kritik gegenüber der Wertethik hat verschiedene Gründe (Kreß 1990: 14-18). P. Tillich hat den Subjektivismus des Wertbegriffs kritisiert und eine existentialontologische Reformulierung der Wertethik vorgeschlagen, die in Werten Zeichen des essentiellen Seins des Menschen erblickt, die der entfremdeten Existenz des Menschen gegenüberstehen. F. Wagner kritisiert eine allgemeine Verwertungsmentalität und Funktionalisierung theologischer Gehalte in der evangelischen Theologie des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Inhalte seien durch die Frage nach ihrem funktionalen Wert analog zu Geld immer schon vergleichgültigt. H. Thielicke hat moniert, dass durch Werte lediglich ethische Minimalstandards thematisch würden, was einem sonstigen Wertechaos nichts entgegenzusetzen hat. Einen Höhepunkt hat die evangelische Wertethikkritik in E. Jüngels Konzept der "wertlosen Wahrheit" des Christentums gefunden (vgl. Jüngel 2003). Ausgehend von C. Schmitts Diktum von der "Tyrannei der Werte" wird der Wertbegriff als unumgänglich ökonomisch, effizienzorientiert, subjektivistisch, beliebig und rigoristisch verurteilt. Das Christentum repräsentiert eine Wahrheit, die jenseits des unumgänglichen ewigen Streits der Werte stehe. Zudem formuliert Jüngel eine kontroverstheologische Ablehnung der Wertethik als "erzkatholisches" Projekt, die unter einseitiger Wahrnehmung katholischer Wertlehre evangelischen Vorbehalt gegenüber naturrechtlichen Überhöhungen artikuliert.


Dieser schroffen Ablehnung der Wertethik stehen jedoch durchaus Anknüpfungspunkte der evangelisch-theologischen Tradition gegenüber. Die güterethischen Überlegungen F. Schleiermachers und E. Troeltschs sind der Wertethik durchaus verwandt. Deckungsgleichheit von Wert- und Güterethik wird jedoch von Vertretern beider Ausrichtungen in Frage gestellt. Scheler grenzt seine Wertethik explizit von realisierten Gütern ab und Güterethiken in der Tradition Schleiermachers kritisieren, dass der Wertbegriff "die teleologische Spitze des Güterbegriffs verfehle" (Dabrock 2015: 231). Bei A. Ritschl und W. Herrmann avanciert der Wertbegriff Lotzes zum theologischen Grundbegriff. Die Theologie wird dabei insgesamt in antimetaphysischer Manier auf Werturteile ausgerichtet, welche auf dem nicht erklärbaren Erleben der Menschen basieren. Der Wertbegriff markiert dabei eine Subjektivierung und Ethisierung der Theologie (vgl. Kreß 1990: 107). A. v. Harnack hat in seinen Vorlesungen über das Wesen des Christentums 1899 den unendlichen Wert der Menschenseele als eine Hauptüberzeugung des Christentums bestimmt. R. Otto hat unter expliziter Anknüpfung an die Wertethiken Schelers und Hartmanns eine evangelisch-theologische Wertethik vertreten. Ausgehend von J. F. Fries‘ Ahndungsbegriff geht auch Otto von einer Erschließungsmöglichkeit objektiver Werte aus, die kritisch gegen eine Selbstverabsolutierung innerweltlicher Werte gewandt wird. Auch Tillichs existentialontologische Reformulierung der Wertethik ist hier als Anknüpfungspunkt zu nennen.


In Denkschriften der Evangelischen Kirche Deutschlands wird die Rede von christlichen Werten durchaus aufgegriffen, kann aber keine allzu zentrale Stellung für sich behaupten. Die Denkschrift "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" von 2008 geht davon aus, dass sich in der sozialen Marktwirtschaft protestantische Werthaltungen verwirklichen. "Christliche Werte eines ehrbaren Kaufmanns" zeigen sich in einer Gemeinwohlorientierung, Beachtung der Würde aller Mitarbeiter und eine Hinwendung zu den Armen. Die zehn Thesen des Rates der Evangelischen Kirchen Deutschlands "Religion, Werte und religiöse Bildung im Elementarbereich" von 2007 bestimmen Wertebildung als einen wichtigen Teil christlicher Erziehung. Allerdings müsse der Gottesbezug im Zentrum der religiösen Bildung stehen, denn: "Mit dem Bezug auf Gott geht die Wahrheitsfrage allen Werten voraus." Die Werterziehung selbst braucht einen weltanschaulichen Rahmen, den das Christentum bieten kann, ohne ein Wertmonopol für sich reklamieren zu müssen. "Freiheit, Verantwortung und Toleranz, aber auch gesellschaftliche und globale Solidarität" lassen sich durch eine religiöse Orientierung stützen. Christliche Bildung kann den Wert der Menschenwürde anschaulich werden lassen. Die Denkschrift zum 500-jährigen Reformationsjubiläum "Rechtfertigung und Freiheit" von 2017 sieht die Kritik allzu menschlicher Wertvorstellungen als einen zentralen Aspekt des reformatorischen Erbes. Der Wert einer Person ist allein durch Gott begründet und daher unabhängig von Leistung, natürlicher Ausstattung, gesellschaftlichem Status, Erfolg und Verdienst zu sehen.


Einen zeitgenössischen Vorschlag zum theologischen Umgang mit der Wertthematik bietet P. Dabrock (vgl. Dabrock 2015: 232f.). Er erkennt durchaus in der Fokussierung des Wahrheitsbegriffs ein kritisches Potential gegenüber einer menschlichen Selbstabschließung sittlicher Orientierungsmuster und der damit einhergehenden menschlichen Hybris. Er plädiert dennoch für eine wertethische Reflexion auf der Ebene des Vorletzten. Aus der christlichen Überlieferung heraus lassen sich gerade Rahmenkriterien für Werte gewinnen: Wertvollere Werte müssten demnach eine Differenzsensibilität gegenüber Fremdem zeigen, prinzipiell revisionsoffen bleiben, sich öffentlich plausibilisieren lassen, sich an den inhaltlichen Minimalstandards der Menschenwürde, der Menschenrechte und Inklusion orientieren und eine vorrangige Option für die Benachteiligten erkennen lassen. Die normativen Grundlagen der Kultur wie Menschenwürde, Freiheit, Frieden, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sollten jedoch nicht bloß als attraktive Werte verstanden werden, sondern primär als restriktive Normen, die als unbedingte moralische Grundlagen der Konjunkturlogik der Werte entzogen bleiben müssen.

Der umgangssprachliche Wertbegriff vereint pflichtenethische, tugendethische und güterethische Elemente. Dies zeigt sich auch in der Rede von christlichen Werten. Die oftmals angeführten Quellen der christlichen Wertausrichtung, wie die zehn Gebote, das Doppelgebot von Nächsten- und Gottesliebe und die Trias Glaube, Liebe, Hoffnung sind auslegungsbedürftig. So lässt sich z.B. diskutieren, was davon als Wert eingestuft werden kann und was eher auf Normen oder Tugenden zielt. Die zehn Gebote sind bspw. besser als Normen zu fassen. Glaube, Liebe, Hoffnung werden traditionell als theologische Tugenden bestimmt.


Die Unterscheidung von absoluten und relativen Wertungen lässt sich anhand der Auslegung von Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland diskutieren. "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Ist hier ein absoluter Wert formuliert oder erlauben bestimmte Umstände den Wert eines Menschen zu verrechnen? Diese Frage wird besonders in moralischen Dilemmata thematisch. Kann es gerechtfertigt werden, dass ein Chirurg einen Menschen sterben lässt, wenn seine Organe durch Transplantation mehreren Menschen das Leben retten? Ist es erlaubt ein entführtes Passagierflugzeug abzuschießen, das auf ein Hochhaus zusteuert? Ist der Wert mehrerer Menschen höher anzusetzen als der Wert eines einzigen Menschenlebens? Derartige Wertkonflikte lassen sich anhand des berühmten Straßenbahnproblems (trolley problem) veranschaulichen, das insgesamt zur Prüfung der Leistungsfähigkeit verschiedener Ethikansätze herangezogen werden kann. Eine Straßenbahn droht fünf Menschen zu überrollen. Es besteht jedoch noch die Möglichkeit ein Gleis so umzustellen, dass die fünf Menschen verschont werden. Die Straßenbahn würde dann aber eine andere Person überfahren. Soll das Gleis umgestellt werden und damit bewusst ein Leben für die fünf anderen Leben geopfert werden? Eine Auslegung der Menschenwürde als absoluter Wert widerstrebt einer solchen Aufrechnung der Menschenleben; eine Auslegung der Menschenwürde als außerordentlich hoher aber letztlich nur relativer Wert hingegen lässt eine Höherwertung mehrerer Menschenleben unter bestimmten Rahmenbedingungen zu.


Die Gewichtbarkeit und die Heterogenität der Wertbindungen lassen sich durch kleine Umfragen erproben. In Anlehnung an Studien von Inglehardt kann dabei eine Liste von möglichen Politikzielen vorgelegt werden, die von den Studienteilnehmenden nach ihrer Priorität gewichtet werden sollen: Die Liste könnte z.B. folgende Punkte umfassen: "A Schutz des Rechts auf freie Meinungsäußerung, B Kampf gegen die steigenden Preise, C Mehr Einfluss der Bürger auf Entscheidungen der Regierung, D Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung“ (Thome 2005: 395). Auf diese Weise kann ein Meinungsbild zu unterschiedlichen Wertgewichtungen erhoben werden. Anschließend kann nach verschiedenen Beweggründen der Gewichtungen gefragt und so eine weiterführende Diskussion eröffnet werden.

Basisliteratur

Dabrock, P.: Werte und Normen, in: Anselm, R. und Körtner, U. (Hg.): Evangelische Ethik Kompakt. Basiswissen in Grundbegriffen, Gütersloh 2015, 228–234.
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Vertiefende Literatur

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Links

Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, 42015, https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/2014_rechtfertigung_und_freiheit%20(1).pdf
Religion, Werte und religiöse Bildung im Elementarbereich. 10 Thesen des Rates der EKD, Mai 2007, https://www.ekd.de/elementarbildung.htm
Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive. Eine Denkschrift des Rates der EKD, 2008, https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/ekd_unternehmer(1).pdf
Website des Instituts für axiologische Forschungen: https://www.iaf.ac.at/

Veröffentlicht am 12.11.2018 (Version 1.0).

Zitierweise:
Berkefeld, M.: Art. "Wert und Wertethik" (Version 1.0 vom 12.11.2018), in: Ethik-Lexikon, verfügbar unter: https://www.ethik-lexikon.de/lexikon/wert-und-wertethik.